Mit den Mitteln der integralen Planung: Nachhaltige Sportstätten im Öffentlichen Raum

In der dichter werdenden Stadt wird der Druck auf die Fläche immer größer. Das geht oft zulasten des öffentlichen Raumes und auf Kosten stadtökologisch bedeutsamer Grünflächen. Diese gemeinschaftlichen Räume sind für die Stadtbewohner wichtige wohnortnahe Möglichkeiten der Erholung, Regeneration und Gesundheitsvorsorge. Sitzen ist das neue Rauchen und verursacht jährliche Gesundheitskosten in Höhe von 225 Mrd €! Bewegung ist dagegen die beste Vorsorge, sorgt für Abhilfe, für mehr Lebensqualität und spart dem Gemeinwesen viel Geld.

Immer mehr Menschen treiben Sport. Schätzungsweise 70 Prozent davon tun das inzwischen als Individualsportler. „Öffentliche Räume“ sind Orte der Begegnung, sie fördern und ermöglichen den sozialen Zusammenhalt. Eine nachhaltige Sportstättenentwicklung integriert deshalb mehrere Ebenen gleichzeitig:

  • Grünflächen sollten als Erholungs- und Freizeitparks entwickelt werden und dabei auch sportliche Betätigung erlauben.

  • Reine Sportstätten haben ihre Berechtigung, sollten aber möglichst so geplant werden, dass sie sportliche Vielfalt fördern und ermöglichen.

  • Sport, Bewegung und Begegnung sollten zukünftig immer zusammen gedacht werden.

  • Alle Aspekte der Nachhaltigkeit sind bei Planung und Realisierung solcher Anlagen von der Idee bis zur Umsetzung konsequent zu integrieren.

  • Vorhandene Synergieeffekte sollten identifiziert und genutzt werden.

  • Voraussetzung dafür ist die Prä-Qualifikation Nachhaltigkeit aller Planungsbeteiligten.